• June 1, 2022

Alicia Baier Alter

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Alicia Baier Alter | Alicia Baier ist promovierte Medizinerin. Die ehemalige Heinrich-Boll-Stipendiatin begann 2015 ihr Studium an der Berliner Charité und gründete damals die studentische Organisation Medical Students for

Auswahl ist in Berlin möglich. Durch Aktivitaten wie den „Papaya-Workshop” arbeitet die Organisation auf ihr Ziel hin, die Qualität der medizinischen Ausbildung zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu verbessern. Uns

eint die Überzeugung, dass ein selbstbestimmter Umgang mit Sexualität, Fortpflanzung und Familienplanung wesentlich für die Gesundheit aller Menschen sowie für die Gleichberechtigung in unserer

Gesellschaft ist. Als Ärzte für Wahl Deutschland e.V. arbeiten wir gesundheitsorientiert, evidenzbasiert und feministisch; letzteres bedeutet für uns, jegliche Benachteiligung aufgrund von Geschlecht und

Sexualität abzulehnen. Wir berufen uns auf unser erfahrungsbasiertes Wissen im Bereich der reproduktiven Gesundheit sowie auf die Berichte unserer Patient*innen. Aber auch qualitativ bessere Ergebnisse

Studien, Forderungen internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation und Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften fließen in unsere Arbeit mit ein.

Nun ist eine Ärztin wegen des Paragrafen angezeigt worden – weil sie offentlich über das Thema Schwangerschaftsabbruch gesprochen hat. Bereits vor einem Jahr gab die Ärztin Alicia Baier dem feministischen

Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Boll-Stiftung ein Interview über „self-managed abortion“, konkret über medikamentose Moglichkeiten

zum Schwangerschaftsabbruch. Diese sind für Frauen schonender und können vor allem selbstandig durchgeführt werden.

Baier, 30, ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Doctors for Choice Germany, einem deutschlandweiten Netzwerk von Medizinerinnen, das sich für einen selbstbestimmten Umgang mit

Sexualität und Familienplanung einsetzt. Im Interview kritisiert Baier etwa die restriktive Gesetzeslage in Deutschland sowie Probleme, die Frauen aus einer Situation heraus erwachsen. „Medikamentöse

Abbrüche”, fordert Baier im Interview, „sollten selbstverständlicher Teil der Gesundheitsversorgung sein.”

Bereits seit einem Jahr gibt es deutschlandweit viele Ärzt*innen, die sich für reproduktive Gesundheit sterben

und Gerechtigkeit engagieren. Bisher waren diese jedoch nicht in einem gemeinsamen Dachverband. Wir gründen uns, um eine

gemeinsame Plattform für unsere Anliegen zu haben. Dies ist infolge der zunehmenden lückenhaften Versorgungssituation

und der für Ärzt*innen problematischen Rechtslage im Bereich des Schwangerschaftsabbruches dringend notig. Mit sachlichen,

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